12.12.Diskussion: Frontex statt Freiheit?
"Frontex statt Freiheit?" - Asylpolitik und Situation an den EU-Außengrenzen. Vortrag & Diskussion.
- 12.12.2011 ab 17:30 Uhr
- Von & mit Andreas Müller (Bremen International Graduate School of Social Sciences)
- Raum C 004 an der Fakultät für Soziale Arbeit - Döbelner Straße 58, 04741 Roßwein
Bereits die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte postuliert „Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt“. 56 Jahre nach der Unterzeichnung wurde FRONTEX 2004 als Gemeinschaftsagentur der EU errichtet – ein militarisiertes Grenzregime zur Sicherung europäischer Außengrenzen, welches für den Tod und endloses Leid tausender Menschen verantwortlich gemacht werden kann. Angesichts aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen wie bspw. in verschiedenen nordafrikanischen Ländern und damit verbundenen Migrationsbewegungen mehren sich abermals Meldungen von Menschenrechtsverstößen. Hat die europäische Sicherheitspolitik den Menschenrechten den Rang abgelaufen, steht Grenz- vor Menschenschutz?
Nicht zuletzt anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10.12. möchten wir am Montag, den 12.12.2011 die europäische Flüchtlingspolitik und die Situation an den Außengrenzen Europas thematisieren. Andreas Müller referiert zu Struktur, Konzept und aktuellen Entwicklungen von Gemeinschaftsagenturen wie FRONTEX oder dem jüngeren European Asylum Support Office sowie zu Fragen nach der politischen Verantwortung für die Situation an den EU-Außengrenzen.