Sammlung von Newsfeeds
Gedenkstelle in Leipzig-Abtnaundorf am Holocaust-Gedenktag mit Hakenkreuzen beschmiert
In der Nacht zum 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, ist die Gedenkstätte für die Opfer des Konzentrationslagers Abtaundorf an der Theklaer Straße im Leipziger Nordosten mit mehreren Hakenkreuzen beschmiert worden.
Quelle:Business as usual?!
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Analyse und Kritik" (ak 568) findet sich auf Seite eins ein (gekürzter) Beitrag von chronik.LE zur mangelhaften gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Terror des "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). Ungekürzt kann der Beitrag an dieser Stelle nachgelesen werden.
Weiterhin möchten wir auf eine neue Broschüre zum Mythos Dresden hinweisen, die ak gemeinsam mit "Der Rechte Rand" herausgebracht hat. Das 24-seitige Heft kann online auf der Webseite von ak abgerufen werden [2,6 MB].
Nazis aus dem NPD-Zentrum attackieren Passanten in der Odermanstraße
In der Lindenauer Odermannstraße kam es in der Nacht vom 13. zum 14. Januar zu tätlichen Auseinandersetzungen, wie die Polizei berichtete. Demnach seien sich fünf Personen begegnet, zwei Personen hätten Verletzungen erlitten, drei Personen seien daraufhin mit einem Auto geflüchtet. Ein Anwohner, der den "Vorfall" beobachtete, habe die Polizei alarmiert.
Quelle:Augenzeugen, 16.01. Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig, 16.01. LVZ-Online Faustschläge in der Odermannstraße
Mann zeigt öffentlich Hitlergruß (Delitzsch)
Ein 26-jähriger zeigte in den Mittagsstunden in der Damaschkestraße vorbeifahrenden Autofahrer_innen sowie in Richtung angrenzender Häuser den Hitlergruß. Polizist_innen stellten bei dem Beschuldigten 2,34 Promille fest.
Quelle:Razzien bei "Volkstod"-Nazis in Leipzig und Umgebung
Am Donnerstag kam es in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen zu mehreren Hausdurchsuchungen. Die polizeilichen Maßnahmen konzentrierten sich dabei auf Sachsen. Insgesamt wurden 44 Wohnungen und sonstige Räumlichkeiten in 31 Orten durchsucht. 28 Verdächtige kommen nach Medienangaben aus Sachsen, 11 aus Brandenburg und jeweils eine Person aus Magdeburg und dem Raum Erfurt.
Quelle:LVZ Online vom 12.01.2011, Presseinformationen des LKA Sachsen vom 12.01.2012, Presseinformation des LKA Sachsen vom 13.01.2012 (Ergebnisse der Durchsuchung), ADDN vom 12.01.2012
Neonazis als Nachbarn: Organisierte Szene nutzt Wohnungen in Zentrum-Ost als Anlaufpunkt
Um die 30 Personen besuchten eine Silvesterveranstaltung in einer von Nazis genutzten Wohnung in der Langen Straße 15. Das meldete am 10. Januar das Bündnis Ladenschluss unter Bezugnahme auf Anwohner_innen. Gegen 0.00 Uhr sollen sich die Personen, die zum großen Teil dem rechten Hooliganmilieu zuzuordnen seien, vor das Haus begeben haben. Nachbarn beobachteten, dass sie auf der Straße vor dem Haus mit ungewöhnlich kräftigen Böllern zwei Autos bewarfen und schwer beschädigten. Außerdem beleidigten die feiernden Nazis unbeteiligte Personen und griffen auch diese mit Böllern an. Anwohner_innen riefen die Polizei, die mit Verweis auf silversterbedingte Überlastung untätig geblieben sei.
Quelle:PM des "Ladenschluss - Aktionsbündnis gegen Nazis" vom 10.01.2012
Nazi-Party in der Langen Straße
Ca. 20 Nazis feierten in einer Wohnung in der Langen Straße eine Party. Es wurden einschlägige Nazislogans wie „Sieg heil“ skandiert, die bis auf die andere Straßenseite zu hören waren. Erst nach mehrmaligen Besuchen durch die Polizei löste sich die Veranstaltung allmählich auf. Die Gäste entfernten sich mit Rufen wie "wir kommen wieder".
Quelle:PM des Ladenschluss - Aktionsbündnis gegen Nazis vom 10.01.2012
Neonazi-Fahne in der Langen Straße
Seit November 2011 nutzen Personen, die der Leipziger Neonaziszene angehören, eine Wohnung in der Langen Straße 15 als semi-öffentlichen Party- und Veranstaltungsraum.
Quelle:PM "Ladenschluss – Aktionsbündnis gegen Nazis" vom 10.Januar 2012
Schikaniert Amazon arabische Angestellte?
Berichte von Betroffenen in der Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch legen nahe, dass der Versandhändler Amazon Saisonarbeiter_innen aufgrund ihrer zugeschriebenen nicht-deutschen Herkunft diskriminiert hat.
Quelle:LVZ vom 21.12.2011, MZ Online vom 19.12.2011
Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat Dezember 2011
In sechs Fällen hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat Dezember die Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet. So beschreibt die Polizei in einem Fall den Versuch eines Autodiebstahls in Gohlis, bei dem der Beschuldigte beobachtet und festgenommen wurde.
Quelle:- PM der PD Leipzig vom 05.12.2011 ("Kriminalitätsgeschehen - Beim Autoklau erwischt")
- PM der PD Leipzig vom 09.12.2011 ("Auto geklaut, Unfall verursacht")
- PM der PD Leipzig vom 16.12.2011 ("Weihnachten hinter Gittern - Fall 1")
- PM der PD Leipzig vom 19.12.2011 ("Autoknacker mit Beute festgenommen")
- PM der PD Leipzig vom 29.12.2011 ("Parfümdieb geschnappt" und "Lederjacken im Visier")
Neonazis feiern in Leipzig und Geithain erfolgreich Weihnachtserfolge
Völlig entgegen dem krisenhaften Trend der "Freien Kräfte" und der "Jungen Nationaldemokraten" im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen zentrale Kader der Neonazistrukturen feiern diese in Leipzig Erfolg über Erfolg.
Quelle:Twittermeldung des neonazistischen "Aktionsbündnis Leipzig", Bericht beim "Freien Netz Geithain", chronik.LE
Nazi-Konzert in Nordsachsen
Am Sonnabend hat in "Mitteldeutschland" ein Nazi-Konzert mit den Bands Strongside, Last Riot, Wolfsgarde und Sachsenblut stattgefunden. Das Motto des Abends lautet "Oldschool-Party". Das Konzert wurde wie üblich konspirativ organisiert. Per Infonummer lotsten die Veranstalter die Besucher zu einer Star-Tankstelle in Mockrehna (Nordsachsen).
Quelle:Ankündigungsflyer für das Konzert
Mitgliederversammlung und "Julfeier" der NPD Nordsachsen in Eilenburg
Am Sonntag hat der NPD-Kreisverband Nordsachsen nach eigenen Angaben in Eilenburg seine Jahreshauptversammlung durchgeführt. Dabei wurden der Kreisvorsitzende Maik Scheffler, sein Stellvertreter Jens Gatter und der nicht namentlich genannte Schatzmeister einstimmig wiedergewählt und einige "hochmotivierte Neuvorstandsmitglieder ins Boot geholt".
Quelle:Naziportal "Aktionsbüro Nordsachsen", Gamma Nr. 190 (Frühjahr 2011)
Delitzsch: Denkmal für die Opfer des Faschismus beschmiert
Unbekannte beschmierten das Denkmal für die Opfer des Faschismus in Delitzsch mit Graffiti. Neben einem Namens-Tag wurden noch zwei SS-Runen gesprüht.
Quelle:Oschatz: Denkmal für sowjetische Soldaten beschädigt
In der Nacht zum 24.11. beschädigten Unbekannte das Ehrenmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten in der Parkstraße. Dabei kam es zur gezielten Zerstörung der Gesichter von zwei Granitfiguren, zudem wurde der in vier Meter Höhe befindliche Rote Stern demontiert.
Quelle:Chronik Oschatz vom 30.11.2011; Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 25.11.2011
Angriff auf nicht-rechten Jugendlichen in Mügeln
In der Nacht griffen zwei Neonazis aus Mügeln, die beide schon wegen ähnlichen Delikten bekannt sind, in der Nähe der Mügelner Bar "Filmriss" einen nicht-rechten Jugendlichen an.
Quelle:Appell gegen Neonazis - Was jetzt zu tun ist!
Vor-Ort-Initiativen gegen rechte Gewalt und Projekte zur Hilfe von Opfern fordern eine Umkehr in der Politik staatlicher Behörden gegen Rechtsradikalismus. chronik.LE dokumentiert den Appell.
"Mobile Beratungsteams und Opferberatungsprojekte beraten und begleiten Opfer rechter Gewalt, Kommunen und Zivilgesellschaft. Auch wenn wir seit Jahren vor der Gewalt von Neonazis und rassistischen Gelegenheitstätern warnen, sind wir geschockt von dem Ausmaß an Ignoranz und Verharmlosung staatlicher Stellen angesichts der rassistischen Mordserie. Wir verlangen jetzt eine Zäsur im Umgang mit der extremen Rechten.
Demo am 26. November gegen das Nazi-Zentrum in Lindenau
- Treffpunkt zur Demo: Sa., 26.11., 15.30 Uhr, Naturkundemuseum (am Cityring)
- Mehr Informationen ww.fenceoff.org
In Leipzig wird die antifaschistischen Kampagne “Fence Off” am kommenden Sonnabend, mit einer Demonstration gegen eine Veranstaltung im hiesigen NPD-Büro vorgehen. Dort, im so genannten “Nationalen Zentrum” (Odermannstraße 8, Stadtteil Lindenau), wird ein Vortrag des Neonazis und Rechtsterroristen Karl-Heinz Hoffmann stattfinden. Er ist Begründer der berüchtigten “Wehrsportgruppe Hoffmann”, einer verbotenen rechtsterroristischen Bande, die unter anderem mit dem Oktoberfest-Attentat 1980 in Verbindung gebracht wird.
Volksverhetzung: Eilenburger NPD-Stadtrat wegen Vertrieb der CD "Adolf Hitler lebt" verurteilt
Der Eilenburger NPD-Stadtrat Kai Rzehaczek wurde am Montag vom Amtsgericht Eilenburg wegen Volksverhetzung und Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 140 Tagessätzen zu 10 Euro verurteilt.
Quelle:chronik.LE, "Endstation Rechts" vom 11.11.2011, Publikative.org vom 16.11.2011, "Blick nach Rechts" vom 14.10.2011
Neonazistisches "Heldengedenken" in Geithain, Eilenburg, Oschatz und Liebschützberg
Zum so genannten Volkstrauertag trafen sich Nazigruppierungen aus dem Umfeld des "Freien Netzes" sowie der NPD bzw. ihrer Jugendorganisation JN an mehreren Orten in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen zu Kranzniederlegungen.
Quelle:chronik.LE, Berichte der neonazistischen Webportale "Aktionsbüro Nordsachsen" und "Freies Netz Geithain"